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Die Baupläne wurden durch Ordensmitgliedern wie Fr. d'Aguilon und P. Huyssens gezeichnet. Die Bauarbeiten nahmen lediglich sechs Jahre in beschlag (1615-1621). Patronheiliger war der Ordensgründer Ignatius von Loyola, dessen Heiligsprechung hier mit fantastischen Umzügen, farbenfrohen Straßendekorationen und erbaulichen Theatervorführungen ausgiebig gefeiert wurde. Bei der (beinahe unbegreiflichen) Abschaffung des Ordens 1773 wurden ihre Güter verwirkt erklärt und öffentlich verkauft. Zur neuen Funktion der Kirche als Klassenzimmer für Religionsunterricht gehörte auch ein neuer Schutzpatron: Carolus Borromeus (aus Mailand). Unter dem Konkordat mit Napoleon (1803) wurde die Kirche dann eine selbstständige Gemeinde.
Das gesamte Layout des stimmigen Hendrik Conscienceplatz ist übrigens eine Realisierung der Jesuitenpater von damals. Zu Beginn hatten sie hier eine weiterführende Schule - damals noch ein Unikum. Diese zog in die Prinsstraat um, und ist heute die Universität der Jesuiten (UFSIA). Dadurch das die neuen Ordensgebäude hier um den eigenen Conscienceplatz mit öffentlichen Charakter herum konzentriert wurden (wofür eine gesamte Straße geschliffen wurde!), wurde es ein echt moderner städtebaulicher Eingriff in einem alten mittelalterlichen Straßennetz.
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