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Einst war dieses Gebetshaus der Dominikaner ein mächtiger Klosterkomplex, Treffpunkt von Gelehrten, Künstlern und Grossen der Erde, jetzt steht es hier als kulturelles Monument, ein touristischer Anziehungspunkt, aber vielleicht hauptsächlich eine spirituelle Markierung, ein Platz von Stille und Besinnung in der Großstadt. Im Sinne ihres Patronheiligen Paulus schwärmten die Prediger von hier aus in ihre Stadt und deren Umgebung und im 17. Jahrhundert ebenso sehr in die Gebiete von Nordeuropa, in denen die Protestanten herrschten; dies entsprach ihrer Devise "im Glauben und in Wahrheit", so wie es auf dem Hochaltar geschrieben steht.
Eine erste kleine Kirche wurde 1276 eingeweiht. Im 16. Jahrhundert ging man zum Bau einer größeren Kirche über, die zudem noch höher gelegen sein musste, um den Fußboden vor dem (damals noch sauberen) Scheldewasser frei zu halten. Nachdem alle Widerwärtigkeiten des 16. Jahrhundert treu durchstanden waren, konnte man an dem Bau weiter arbeiten, noch im gotischen Stil. Nicht ohne Grund wird 'St. Paulus" als ein "barockes Juwel in einem gotischen Schrein" umschrieben. Das barocke Mobiliar harmoniert prächtig mit der gotischen Architektur. |
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