Geschichte
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Augustinerpater waren zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Grundsteinleger dieses Gebetshauses. Das Hauptschiff war aber noch nicht völlig fertiggestellt, als sie durch die Obrigkeit wegen ihrer Sympathien für ihren protestierenden Ordensgenossen Martin Luther vor die Tür gesetzt wurden. Margarethe von Österreich sah die bereits erledigte Bauleistung lieber nicht verloren gehen und wünschte, das Gebäude als Gemeindekirche zu benützen. Als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber der Statthalterin übernahm die Gemeinde den Schutzpatron des Burgundischen Hauses, Andreas. Dieser erhielt eine vergoldete Skulptur auf dem Turm.

 

Aber dann war da 1566: der Bildersturm brach aus. Der Schutzpatron, der Wind und Wetter standgehalten hatte, war solch einem Sturm von Protest(-antismus) nicht gewachsen und „flog" herunter. 1585 wendete sich das Blatt und die Kirche wurde an die Katholiken zurückgegeben, für welche sie wieder aufgebaut und vergrößert wurde.

1755 stürzte allerdings der baufällige Turm ein. Anstelle dessen kam eine barocke Ausgabe mit einer (hölzernen) laternenförmigen Spitze. Während des belgischen Unabhängigkeitskampfes fungierte der Turm als Aussichtsposten für König Leopold I., um die niederländischen Besatzungstruppen in der Südzitadelle zu beobachten.

 

Die Wiedereinkleidung nach der französischen Herrschaft verlangte u.a. schnell die Rückgewinnung einiger Kunstwerke. Es kamen auch zwei neue Ungetüme herein: der barocke Hochaltar, aus der ehemaligen Zisterzienserabtei von St. Bernhard aus Hemiksem stammend, und die neobarocke Kanzel. Um eine Wiederholung des Szenarios von 1755 zu vermeiden, wurde 1962 der wieder einsturzgefährdete Turm wohlweislich abgebrochen und ein neueres, solideres Exemplar hochgezogen. Danach folgte eine Gesamtrestaurierung des Kirchengebäudes, so dass Besucher nun in einem schön geputzten Rahmen die Kunstwerke genießen können.







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