Die barocken Beichtstühle
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Die zehn Beichtstühle in den Seitenschiffen sind wie eine bildreiche Enzyklopädie der Geschichte und Spiritualität der Dominikaner. Der Besucher wird durch die Bildsprache eingeladen, sich über Gut und Böse zu besinnen, und er wird angeregt, Reue zu zeigen.

Die Zwei Reihen von je fünf Beichtstühlen im Süd- und im Nordschiff erscheinen wie ein Schachspiel von Heiligenbeschreibungen. Es gibt etliche Verbindungen mit der gegenüberliegenden Seite. So steht Petrus gegenüber seinem Bruder Andreas und Johannes gegenüber seinem Bruder Jakobus. Diese vier Apostel waren Fischer und daher die populärsten Heiligen des "Schifferviertels".

Diese Beichtstühle wurden in den Jahren 1658-1660 in Eiche geschnitzt im Atelier von Peter I Verbruggen. Diejenigen an der Nordseite sind vom Meister selbst, während die der Südseite wohl aus seinem Atelier stammen. Das Ganze ist ein Meisterwerk der Antwerpener Bildhaukunst und zeugt von schier unermesslicher Einbildungskraft.

In den zehn Beichtstühlen sind ungefähr 500 kleine Engel zu finden, jeder mit Attributen versehen. Sie versinnbildlichen die Gefühle, die in der Seele des Sünders vorhanden sind, die Tugenden, die er anstrebt und die Sakramente, in denen er seine Zuflucht sucht. Die spielerischen Putti zeugen von echter Lebensfreude.
Neben den vollplastischen, lebensgrossen Statuen entdeckt man auch in der Vertäfelung eine Überflut von Halbreliefs mit Szenen aus dem Leben von Maria, wie die Verkündigung, die Heimsuchung und die Anbetung der Weisen. Kleine, halb-herausspringende Bildhauwerke mit einer überwältigenden Lebenskraft!

 







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